Im Bann der Farben

Im Bann der Farben

Im Bann der Farben

Naturfotoausstellung des Naturfototreff Eschmar im Museum Koenig

In einer Sonderausstellung des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig Bonn zeigt der Naturfototreff Eschmar in diesem Jahr zu dem Thema „Im Bann der Farben“ 68 großformatige Aufnahmen.

Belinda Giesen-Druse beschreibt die Ausstellung wie folgt:

Farben spielen in der Fotografie eine wesentliche Rolle. Lassen sie sich doch gezielt einsetzen und kombinieren, um Emotionen und Wirkungen beim Betrachter auszulösen.

Der Farbenreichtum, den die Natur uns schenkt, ist immens. Die zarten, kühlen Pastellfarben früh am Morgen, die intensiven, warmen Farben bei Sonnenuntergang, die frischen Grüntöne im Frühling, das satte Rot eines Mohnfeldes oder die bunte Üppigkeit im Herbst verzaubern uns. All diese Farben ziehen uns in ihren Bann. Schauen wir genauer hin, so bietet die Natur auch im Kleinen eine Vielfalt an Farben, die uns begeistert staunen lässt, zudem ganz subtil das Miteinander der Lebewesen regelt: das bunte Gefieder der Vögel, meist Männchen herausgeputzt für die Balz um ein Weibchen, die knalligen Farben der Insekten und Reptilien als Schutz vor Fressfeinden oder die Vielfarbigkeit der Pflanzen, die mit intensiv gefärbten Blüten bestäubende Insekten anlocken oder mit leuchtenden Früchten ihrer Verbreitung und Arterhaltung dienen.

Wir Naturfotografen erliegen diesem Bann der Farben in der Natur jedes Mal aufs Neue. Für die Ausstellung sind wir unserer individuellen fotografisch-kreativen Sicht gefolgt. Lassen Sie sich von unseren Fotografien in den Bann ziehen.

Fotos: Uwe Wuller

Unterwegs in Oberbayern

Unterwegs in Oberbayern

Unterwegs in Oberbayern

Zwei-Seen-Land, April 2023

Nach den internationalen Naturfototagen 2023 in Fürstenfeldbruck verbringen meine Frau und ich noch zwei Wochen im Oberbayerischen Zwei-Seen-Land. Unser Quartier beziehen wir im „Haus Gistl am See“ in Walchensee. Bereits bei der Anfahrt zum Kochelsee und die Fahrt über den Pass zum Walchensee lässt erahnen, welche Motivfülle mich erwartet.

Walchensee

Unsere Ferienwohnung liegt direkt am See und ist der ideale Standort und Ausgangspunkt für meine Fotoexkursionen.

Der Walchensee ist der größte und mit 192 Meter der tiefste Alpensee Bayerns. Im Süden gibt er den Blick frei auf das Gipfelpanorama des Karwendelgebirges Die Bergmassive des Herzogstand und Jochberg begrenzen ihn im Norden. Mit seinen Uferzonen ist das Walchenseegebiet als Landschafts­schutz­gebiet geschützt.

Unterwegs in der Klamm

Neue Blickwinkel, wohin ich schaue. Wasserfälle und Stromschnellen ziehen mich in den Bann. Das Wechselspiel von fließendem Wasser und Gestein kann ich in unterschiedlichen Belichtungszeiten festhalten.

Unter anderem besuche ich auch die Partnachklamm. Wer hier noch in Ruhe das Stativ aufbauen will und in Ruhe fotografieren möchte, sollte sich ganz früh auf den Weg machen, um dem Besucherstrom zu entgehen.

Viel ruhiger geht es in der Hüttelbachklamm zu. Diese Klamm ist vielleicht nicht so spektakulär, wie z.B. die Partnachklamm. Dafür lerne ich aber bei einer leichten Klammwanderung durch den Bergwald im Karwendel eine wunderschöne Natur kennen.

Karwendelgebirge

Bei meinem ersten Besuch der Region um das Karwendelgebirge entdecke ich in der kurzen Zeit nur einen Bruchteil von der Landschaft mit den schroffen Felswänden. Teilweise sind die Gipfel noch mit Schnee bedeckt und werden vom Nebel umsäumt. Ist gerade noch ein Bergkamm vom Nebel verschluckt, legt der Wind kurze Zeit später einen spektakulären Blick auf die Gipfelspitzen frei.

Wildes Wasser

Zu den beliebten Motiven in der Landschaftsfotografie zählen quirlig-sprudelnde Fließgewässer. Viele lohnenswerte Motive finde ich im Grenzgebiet der bayerischen Seite zu Tirol. Nach der Schneeschmelze sind die Bachbetten gut gefüllt und bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, dass bewegte Wasser mit verschiedenen Belichtungszeiten aufzunehmen.

Naturfaszination westliches Nordrhein-Westfalen

Naturfaszination westliches Nordrhein-Westfalen

Naturfaszination westliches Nordrhein-Westfalen

Fotoausstellung des Naturfototreff Eschmar im Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

In der Zeit vom 14. 02.2019 bis 12.05.2019 stellt das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig 64 Aufnahmen der 18 Fotografinnen und Fotografen des Naturfototreff Eschmar aus. Die Aufnahmen rücken das ehemals als Industriegebiet verrufene Nordrhein-Westfalen als neue Oasen der Natur in den Fokus.
Dass das als Industriegebiet bekannte Nordrhein-Westfalen die Natur als großes Fotothema anbieten könnte, die Idee scheint auf den ersten Blick nicht die beste zu sein? Doch! Denn auf den zweiten Blick wird es deutlich: NRW bietet zahlreiche Fotothemen und ist grüner als man so denkt.

„Die Bilder der Naturfotografinnen und Naturfotografen aus Eschmar sind derart phantastisch, dass wir sie nun regelmäßig jedes Jahr mit wechselndem Schwerpunkt präsentieren“ zeigte sich Prof. Dr. Wolfgang Wägele, Direktor des Museums Koenig, begeistert über die Werke. „Bilder wie diese helfen, den Blick auf die Natur zu schärfen, die in vielfältiger Weise genutzt wird und bedroht ist“. Wichtig sei es, sich zu überlegen, welche Umwelt wir den Kindern und Enkelkindern überlassen wollen und mit Fotos wie diesen öffnet man die Wahrnehmung für die Bedeutung des Umweltschutzes.

„Die Region des westlichen Nordrhein-Westfalens beweist, wie sehr die Region von Verschmutzungen und Vergiftungen befreit wurde. Damit wurde der Natur die Möglichkeit gegeben, sich wieder auszubreiten“ ergänzte Hans-Günter Rudas vom Naturfototreff Eschmar.

 

Ein nach dem Krieg für den Wiederaufbau Deutschlands bis über seine Grenzen besonders hinsichtlich seiner Natur belasteter Landstrich hat sich in vielen Bereichen erstaunlich erholt. NRW strahlt heute nicht mehr durch seine Hochöfen, sondern durch abwechslungsreiche Landschaftsformen.

Bewaldet, wasser- und tierreich präsentiert sich die Region – durch ihre gemäßigte klimatische Lage im Zentrum Europas bevorteilt – als ein biologisch sehr abwechslungsreicher Landstrich. Dies sind ideale Bedingungen, denn das Fotografieren vor der eigenen Haustür wird zum unerschöpflichen Arbeiten mit besonderem Tiefgang. Wechselnde Möglichkeiten, besonders jahreszeitlich bedingt, liefern Motive ohne Ende.

Die Fotografinnen und Fotografen des Naturfototreffs Eschmar, zeigen mit dieser Ausstellung wieder jeweils ihre persönliche, subjektive Sicht auf unser Fotothema (zusammengefasst zu einer Gruppensicht). Das Ziel des Fototreffs ist es, sowohl die fotografischen Fähigkeiten zu verbessern, als auch, durch aussagestarke Naturbilder für einen verständnisvolleren Umgang mit der uns umgebenden Natur zu werben.

Der Naturfototreff Eschmar ist eine Gruppe von 18 naturfotografisch Interessierten und Arbeitenden. Raymond Bastin – Köln, Frauke Fuck – Remscheid, Brigitte Ganschow – Marl, Belinda Giesen-Druse – Siegburg, Paul M. Kornacker – Swisttal, Michael Kraus – Wiehl, Jeanette Orlowsky – Alsdorf, Kolja Orlowsky – Alsdorf, Stefan Pütz-Cordes – Hennef, Hans-Günter Rudas, – Troisdorf, Ulrich Schmitz – St. Augustin, Anke Ungerathen – Wuppertal, Stefan Wagner – Köln, Sandra Walkowiak – Köln, Wolfgang Walkowiak – Köln, Lydia Wilhelmy – Sankt Augustin, Alexandra Wünsch – Düsseldorf, Uwe Wuller – Troisdorf

Die Ausstellung findet zu den üblichen Öffnungszeiten statt und es wird kein gesonderter Eintritt erhoben.

Quelle: Presseabteilung Museum Koenig, Bonn

Weitere Informationen unter: www.naturfototreff-eschmar.de

Winter bei den Kegelrobben

Winter bei den Kegelrobben

Winter bei den Kegelrobben

Helgoland, Januar 2017

Von Anfang November bis Mitte Januar bekommen die Kegelrobben auf Helgolands kleiner Nachbarinsel Düne ihre Jungen. In dieser Zeit kann man die Geburt und Aufzucht der Robbenbabys an den weißen Stränden beobachten. Über 320 Kegelrobbenbabys wurden in dieser Zeit geboren. Um dem Fotografenansturm im Dezember aus dem Weg zu gehen, entschied ich mich als Besuchszeit für die zweite Januarwoche.

Während des fünftägigen Aufenthalts kamen vier Babys zur Welt. Schnell nehmen sie dank der fetten Muttermilch an Gewicht zu. In ihrem weißen Fell verbringen die Jungen die ersten Wochen meist im Schutz der Mutter am Strand, bevor sie dann alleine raus in die Nordsee können.

Oft wird man in dieser Zeit auch von Regen und Sturm überrascht. Für die Hinfahrt nach Helgoland wurde meine geplante Anreise am Donnerstag wegen einer Sturmwarnung gestrichen. So machte ich mich einen Tag vorher um 04.00 Uhr auf den Weg, um noch an diesem Tag auf die Insel zu kommen.

Nach einer stürmischen Fahrt über die offene Nordsee mit Windstärke 8-9 erreichte ich dann auch Mittags sicher den Hafen von Helgoland. Leider war es dann aber erst ab Donnerstagnachmittag möglich, mit den kleinen Booten nach Düne überzusetzen. Während der verbleibenden Tage erlebte ich dann auch vom schönsten Sonnenschein bis zu kräftigen regen- und Hagelschauern die unterschiedlichsten Wetterstimmungen.

Von der Wahner Heide zu den Polarlichtern

Von der Wahner Heide zu den Polarlichtern

Von der Wahner Heide zu den Polarlichtern

15. Eschmarer Naturfototage im Museum Koenig

Bonn – Polarlichter auf den Lofoten, Gletscherwasser auf Island und Gewitterblitze in Namibia: Seit vergangenen Mittwoch stellen 17 Fotografinnen und Fotografen des Naturfototreff Eschmar im Rahmen der 15. Eschmarer Naturfototage im Museum Koenig ihre schönsten Bilder aus. In diesem Jahr lautet das Thema der Ausstellung „Lebendige Landschaften“.

„Wenn man diese Bilder sieht wird man ein bisschen neidisch“, gibt Museumsdirektor Prof. Dr. Wolfgang Wägele zu. „Diese Szenen würde man auch gerne selber erleben, statt den Großteil des Jahres im Büro zu verbringen.“ 67 Bilder aus aller Welt stellen die Mitglieder des Vereins, der vor 17 Jahren von Hans-Günter Rudas gegründet wurde, in diesem Jahr aus. Dazu gehören genauso Aufnahmen, die an exotischen Orten wie den weit über dem Polarkreis liegenden Lofoten angefertigt wurden, wie auch solche, die quasi um die Ecke in der Wahner Heide entstanden sind.

Polarlichter, Meeresbrandung und dramatische Wolkenstimmungen sind nur einige der gezeigten Motive, die allesamt durch ihre hohe Qualität hervorstechen. Zufall ist bei solchen Fotos eher selten im Spiel, vielmehr geht den Aufnahmen sorgfältige Planung voraus. Nicht selten muss ein Fotostandpunkt in stundenlangem Fußmarsch mehrmals aufgesucht werden, bis die Lichtstimmung passt und die Aufnahme im Kasten ist. Dabei legen die Fotografinnen und Fotografen neben möglichst perfekter Bildgestaltung aber auch größten Wert auf die naturgetreue Darstellung ihrer Aufnahmen. „Ein bisschen Farb-, Kontrast-, oder Belichtungskorrektur, eventuell noch Staubflecken wegretuschieren, mehr Änderungen an den Aufnahmen dürfen nicht vorgenommen werden“, erklärt Vereinsmitglied Uwe Wuller. Verfremdungen oder Verfälschungen zur Dramatisierung, welche durch den übermäßigen Einsatz von Bildbearbeitungssoftware erzeugt werden können, und heutzutage auch nicht selten eingesetzt werden, seien dagegen unerwünscht. „Wir beobachten in der Fotografie ganz allgemein immer mehr Verfälschungen, wodurch Bilder leider unglaubwürdiger werden“, so Vereinsgründer Rudas. „Deshalb achten wir schon gegenseitig drauf, dass da niemand beispielsweise mit irgendwelchen komischen Farben im Bild ankommt.“ Sein Kollege Wuller pflichtet ihm bei: „Das Bild soll im Kamerasucher gestaltet werden, nicht am Computermonitor.“

Die Fotoausstellung, die im zweiten Obergeschoss des Museum Koenig noch bis zum 3. Juni präsentiert wird, und deren Besuch im Museumseintritt inbegriffen ist, ist aber nur ein Teil der Eschmarer Naturfototage. So werden zudem an diesem Wochenende (17. und 18. März) Samstags und Sonntags jeweils ab 11 Uhr für Interessierte im großen Festsaal des Museums zahlreiche Vorträge und Audiovisionsschauen zum Thema Naturfotografie angeboten, deren Besuch für Erwachsene 8, für Kinder und Jugendliche 3 Euro kostet. Mehr Informationen unter www.naturfototreff-eschmar.de

Von Sascha Engst

Quelle: Schaufenster Bonn
www.rheinische-anzeigenblaetter.de/29873320 ©2018

Fotos: Uwe Wuller

Unterwegs im Nationalpark Hohe Tauern

Unterwegs im Nationalpark Hohe Tauern

Unterwegs im Nationalpark Hohe Tauern

Da mein erster Aufenthalt im N.P. Hohe Tauern zeitlich auf eine Woche begrenzt war, musste ich mir im Vorfeld darüber machen Gedanken machen, welche Gebiete ich erkunden wollte und wo ich intensiv fotografieren konnte. Als festen Standort wählte ich das Gasthaus-Wanderhotel Schweizer Haus in Stuhlfelden aus. Von hier aus hatte ich relativ kurze Anfahrtswege zu meinen Fotozielen.

Natürlich hatte ich auch die Krimmler Wasserfälle auf meinem Plan. Sie gehören mit einer Gesamthöhe der drei Fallstufen von 380 Metern zu den höchsten Fällen Europas. Ein mit Aussichtskanzeln ausgestatteter steiler Wanderweg führt den Besucher, vorbei an den Mittleren Fällen bis zum Oberen Fall. Begleitet wird man auf dem ganzen Weg von dem Getöse des herabstürzenden Wassers. Wer es lieber einsamer und wildromantisch hat, dem empfehle ich den alten Keltenweg, der links von den Unteren Wasserfällen nach oben führt.

Ich besuchte die Krimmler Wasserfälle an einem eher trüben Tag, an dem nur selten die Sonne durch den grauen Himmel sah. Zu der mit feinen Wassertropfen benetzten Luft gesellte sich dann auch noch ein feiner Nieselregen, der das Fotografieren „im Trocknen“ nicht leichter machte.

Am Mittleren Wasserfall hatte ich großes Glück. Kurz nachdem ich das Stativ aufgebaut und die Kamera eingerichtet hatte, brach die Sonne kurz durch die Wolkendecke und einen Regenbogen spannte sich über die tosenden Wassermassen.

Hier hätte ich mich noch viele Tage aufhalten können. Immer wieder entdeckte ich neue Perspektiven und es bot sich an, viele Motive in unterschiedlichen Belichtungszeiten festzuhalten.

Bequem zu erreichen war mein nächstes Ziel. Mit der Seilbahn fuhr ich vom Enzingerboden (1.482 m) bis zur Bergstation Rudolfshütte am Weißsee (2.300 m). Ein Doppelsessellift brachte mich dann auf das 2.600 Meter hohe Medelzplateau. Von hier aus hat man einen herrlichen Panoramablick auf die Welt der 3.000er Gipfel.

Leider ist auch hier zu beobachten, wie das „ewige Eis“ dünner wird und sich die Gletscher immer mehr zurückziehen. Auf dem Plateau selbst ist das Motivangebot sehr groß. Bei mir kam das 16 mm Weitwinkelobjektiv für das fantastische Panorama, das Makroobjektiv für die Flechten und das 400 mm Objektiv für die Gletscher zum Einsatz.

Das Highlight der Woche war für mich ein Flug mit einem Ultraleichtflugzeug über das Großglocknergebiet. Ich nahm diese Möglichkeit begeistert an. Wir starteten am Flugplatz Zell am See und flogen Richtung Südkamm des Steinernen Meeres. Weit in der Ferne ragte das mächtige Watzmann Massiv heraus.

Nach Änderung der Flugrichtung und flogen wir über die Goldberggruppe und nahmen Kurs auf die Glocknergruppe. Lag der Großglockner am Anfang zum Teil noch in den Wolken, zogen diese aber nach kurzer Zeit weg und gaben den Blick auf den Gipfel des Großglockners und die Granatspitzgruppe frei. Der Blick aus der Vogelperspektive ist beeindruckend. Die Luft scheint in der Höhe besonders still zu sein. Extrem leicht und damit so frei wie ein Vogel schwebt man durch die Luft.

Dadurch, dass der Nationalpark so gut erschlossen ist, sind die Möglichkeiten zum Fotografieren schier unbegrenzt. Neben den beschriebenen Punkten besuchte ich an einem verregneten Tag den naturbelassenen Rauriser Urwald mit seinen Moortümpeln und Spitzfichten.

Es war zwar umständlich, die Kameraausrüstung immer wieder ein- und auszupacken, um sie vor dem Regen zu schützen. Der Aufwand war es aber wert, da sich der Wald durch die Nässe in satten Farben zeigte.

Nicht weit von Mittersill liegt das Hochmoor am Wassenmoos. An einem Morgen machte ich mich noch vor Sonnenaufgang auf und wanderte in die Moorlandschaft. An diesem Morgen war der Boden mit Nebel überzogen. Das erste Sonnenlicht strahlte unzählige Spinnennetze an. Es war ein schöner Morgen. Ich war alleine in dieser mystischen Landschaft – nur Stille um mich herum.

Mehrmals besuchte ich im Felbertal den im Talschlusskessel liegenden Hintersee und die Schösswendklamm. Sein Wasser ist so klar, dass man bis zu seinem Grund sehen kann. Gespeist wird er von kleinen und großen Wasserfällen. Diese formen auch seit Jahrtausenden die Schösswendklamm zu markanten trichter- und kesselförmigen Vertiefungen im Gesteinsmassiv.

In dieser Woche habe ich eine großartige Naturlandschaft des N.P. Hohe Tauern kennengelernt und die mich neugierig auf „Mehr“ gemacht hat. Der Plan ist, dass ich im kommenden Jahr diese Neugier stillen möchte und das Land weiter erkunden möchte.