Naturfaszination westliches Nordrhein-Westfalen

Naturfaszination westliches Nordrhein-Westfalen

Naturfaszination westliches Nordrhein-Westfalen

Fotoausstellung des Naturfototreff Eschmar im Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig

In der Zeit vom 14. 02.2019 bis 12.05.2019 stellt das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig 64 Aufnahmen der 18 Fotografinnen und Fotografen des Naturfototreff Eschmar aus. Die Aufnahmen rücken das ehemals als Industriegebiet verrufene Nordrhein-Westfalen als neue Oasen der Natur in den Fokus.
Dass das als Industriegebiet bekannte Nordrhein-Westfalen die Natur als großes Fotothema anbieten könnte, die Idee scheint auf den ersten Blick nicht die beste zu sein? Doch! Denn auf den zweiten Blick wird es deutlich: NRW bietet zahlreiche Fotothemen und ist grüner als man so denkt.

„Die Bilder der Naturfotografinnen und Naturfotografen aus Eschmar sind derart phantastisch, dass wir sie nun regelmäßig jedes Jahr mit wechselndem Schwerpunkt präsentieren“ zeigte sich Prof. Dr. Wolfgang Wägele, Direktor des Museums Koenig, begeistert über die Werke. „Bilder wie diese helfen, den Blick auf die Natur zu schärfen, die in vielfältiger Weise genutzt wird und bedroht ist“. Wichtig sei es, sich zu überlegen, welche Umwelt wir den Kindern und Enkelkindern überlassen wollen und mit Fotos wie diesen öffnet man die Wahrnehmung für die Bedeutung des Umweltschutzes.

„Die Region des westlichen Nordrhein-Westfalens beweist, wie sehr die Region von Verschmutzungen und Vergiftungen befreit wurde. Damit wurde der Natur die Möglichkeit gegeben, sich wieder auszubreiten“ ergänzte Hans-Günter Rudas vom Naturfototreff Eschmar.

 

Ein nach dem Krieg für den Wiederaufbau Deutschlands bis über seine Grenzen besonders hinsichtlich seiner Natur belasteter Landstrich hat sich in vielen Bereichen erstaunlich erholt. NRW strahlt heute nicht mehr durch seine Hochöfen, sondern durch abwechslungsreiche Landschaftsformen.

Bewaldet, wasser- und tierreich präsentiert sich die Region – durch ihre gemäßigte klimatische Lage im Zentrum Europas bevorteilt – als ein biologisch sehr abwechslungsreicher Landstrich. Dies sind ideale Bedingungen, denn das Fotografieren vor der eigenen Haustür wird zum unerschöpflichen Arbeiten mit besonderem Tiefgang. Wechselnde Möglichkeiten, besonders jahreszeitlich bedingt, liefern Motive ohne Ende.

Die Fotografinnen und Fotografen des Naturfototreffs Eschmar, zeigen mit dieser Ausstellung wieder jeweils ihre persönliche, subjektive Sicht auf unser Fotothema (zusammengefasst zu einer Gruppensicht). Das Ziel des Fototreffs ist es, sowohl die fotografischen Fähigkeiten zu verbessern, als auch, durch aussagestarke Naturbilder für einen verständnisvolleren Umgang mit der uns umgebenden Natur zu werben.

Der Naturfototreff Eschmar ist eine Gruppe von 18 naturfotografisch Interessierten und Arbeitenden. Raymond Bastin – Köln, Frauke Fuck – Remscheid, Brigitte Ganschow – Marl, Belinda Giesen-Druse – Siegburg, Paul M. Kornacker – Swisttal, Michael Kraus – Wiehl, Jeanette Orlowsky – Alsdorf, Kolja Orlowsky – Alsdorf, Stefan Pütz-Cordes – Hennef, Hans-Günter Rudas, – Troisdorf, Ulrich Schmitz – St. Augustin, Anke Ungerathen – Wuppertal, Stefan Wagner – Köln, Sandra Walkowiak – Köln, Wolfgang Walkowiak – Köln, Lydia Wilhelmy – Sankt Augustin, Alexandra Wünsch – Düsseldorf, Uwe Wuller – Troisdorf

Die Ausstellung findet zu den üblichen Öffnungszeiten statt und es wird kein gesonderter Eintritt erhoben.

Quelle: Presseabteilung Museum Koenig, Bonn

Weitere Informationen unter: www.naturfototreff-eschmar.de

Winter bei den Kegelrobben

Winter bei den Kegelrobben

Winter bei den Kegelrobben

Helgoland, Januar 2017

Von Anfang November bis Mitte Januar bekommen die Kegelrobben auf Helgolands kleiner Nachbarinsel Düne ihre Jungen. In dieser Zeit kann man die Geburt und Aufzucht der Robbenbabys an den weißen Stränden beobachten. Über 320 Kegelrobbenbabys wurden in dieser Zeit geboren. Um dem Fotografenansturm im Dezember aus dem Weg zu gehen, entschied ich mich als Besuchszeit für die zweite Januarwoche.

Während des fünftägigen Aufenthalts kamen vier Babys zur Welt. Schnell nehmen sie dank der fetten Muttermilch an Gewicht zu. In ihrem weißen Fell verbringen die Jungen die ersten Wochen meist im Schutz der Mutter am Strand, bevor sie dann alleine raus in die Nordsee können.

Oft wird man in dieser Zeit auch von Regen und Sturm überrascht. Für die Hinfahrt nach Helgoland wurde meine geplante Anreise am Donnerstag wegen einer Sturmwarnung gestrichen. So machte ich mich einen Tag vorher um 04.00 Uhr auf den Weg, um noch an diesem Tag auf die Insel zu kommen.

Nach einer stürmischen Fahrt über die offene Nordsee mit Windstärke 8-9 erreichte ich dann auch Mittags sicher den Hafen von Helgoland. Leider war es dann aber erst ab Donnerstagnachmittag möglich, mit den kleinen Booten nach Düne überzusetzen. Während der verbleibenden Tage erlebte ich dann auch vom schönsten Sonnenschein bis zu kräftigen regen- und Hagelschauern die unterschiedlichsten Wetterstimmungen.